Die letzten Tage waren irgendwie komisch. Nicht besser, nicht leichter, aber sie waren irgendwie ruhiger. Mein letzter Blog-Eintrag war ja etwas dunkel gehalten. Ich habe einige Mails bekommen, von Menschen die sich genauso fühlen, sich wiedererkannt haben in dem was ich über meine Gefühle und Ansichten niederschrieb.
Wenn Antworten fehlen und nur leise Momente bleiben.
Ich habe viel nachgedacht über Lösungen. Und ich muss mir eingestehen, ich habe keine großen Antworten. Im Grunde finde ich überhaupt keine Antworten. Aber irgendwas habe ich vernommen, aufgeschnappt. Zwischen all den Bildern, den Schlagzeilen, all den Stimmen gibt es den leisen Momenten. Momente die nicht optimieren, nicht fordern und nicht erklären wollen.
Es sind Gespräche, irgendein zufällig gesehener Blick, der Aufenthalt in einem ruhigen Raum. Ich ging über das Feld vor zwei Tagen und nicht weit von mir ging ein völlig mir Räude bedeckter Fuchs an mir vorbei. Nicht scheu, nicht flüchtend, er ging einfach an mir vorbei. Mein Blick blieb solange auf ihm, bis er in den Resten des hohen Grases des letzten Jahres verwand.
Es mag möglicherweise ein wenig weit hergeholt sein, aber vielleicht beginnt genau da das Licht. Nicht als Rettung, nicht als Versprechen, sondern als Erinnerung daran, dass ich noch fühle. Der Fuchs, schwer erkrankt der dennoch ein Ziel hat. Er folgte seiner Natur und da gehört der Begriff „Aufgeben“ erst dann zu ihm, wenn es ans Sterben geht. Und bis es soweit ist, wird Herr Fuchs seinen Instinkten folgen und alles tun für das er auf dieser Welt ist.
Was mir ein kranker Fuchs über Hoffnung beigebracht hat.
Vielleicht ist es wirklich notwendig, sich von Zeit zu Zeit einfach in der Natur zu entspannen. Vielleicht hat mir der Fuchs einen Rat gegeben.
Die Zukunft beginnt in genau einer Sekunde. Ich weiß nicht was die nächste Sekunde bringt, es ist irgendwie viel einfacher herauszufinden was die Zukunft in zehn und mehr Jahren bringen wird. Wie wird die Welt in dieser Zukunft aussehen? Schaffen wir eine Gestaltung der Gesellschaften abseits von Ideologien? Werden wir erkennen, dass die Menschheit einfach mehr erreichen kann, wenn wir nur einige Faktoren versuchen zu ändern?
