Es war jetzt hier eine Weile still
Nicht, weil auf dieser Welt plötzlich alles in Ordnung wäre. Keine Sorge, keine Angst, so weit ist die Welt noch lange nicht. Für alle ewigen Optimisten die denken, wir schaffen das, wir schaffen das.
Zur Zeit scheinen wir das nicht zu schaffen und die aktuellen Akteure scheinen auch nicht das geringste Interesse an einer sich friedlich und wirtschaftlich erfolgreichen Zeit zu arbeiten.
Die Welt hat weiterhin zuverlässig geliefert. Kriege, politische Dummheit, das Festkleben am Gestern und die Unfähigkeit an das Morgen zu denken. Dazu Preissteigerungen, Unsicherheiten, zunehmende Existenzängste und das Verlieren des Vertrauens in jene, deren Job es ist alle mehr zufriedenzustellen und nicht nur die Eliten von Wirtschaft und Politik.
All die Phrasen aus den Ministerien, Entschuldigungen und peinliche Versuche selbstgemachte Probleme zu rechtfertigen. Und dann all die technischen Heilsversprechen, das beinahe sektenähnliche Herunterbeten über die Technologieoffenheit, die im Grund nichts anderes meint als: Öl und Gas sind zwar von Gestern, aber wir machen Milliarden damit. Also scheißen wir auf die Zukunft.
Und zum Innersten der alltäglichen Unwahrheiten.
Der menschlichen Niedertracht, verpackt in Geschenkpapier der Unverfrorenheit, der Lügen und der Selbstverliebtheit, nach außen getragen durch lang einstudiertes Grinsen in die Kameras.
Alles zwischen dem täglichen Einkaufswahnsinn, Postkarten mit kurzen Gedanken und der Idee, zwischendurch einfach einmal schlafen zu gehen
Also nein, mir ist nicht nichts eingefallen. Eher zu viel. Und manchmal ist genau das das Problem.
Ich hatte in letzter Zeit viel mit meinem Kinderbuch zu tun. Mit Figuren, mit Seiten, mit Korrekturen und der traurigen Gewissheit, dass mein Buchcover nicht von einem Künstler erstellt werden kann, sondern von einer KI. Einfach deswegen, weil das Budget es nicht zulässt. Gut, dass ich inzwischen so richtig super im Prompten bin. Aber gut fühlt sich das nicht an. Menschen sollten Geschichten erzählen, gleich ob als Wort oder Bild.
Und ich arbeite ja nicht nur an einem Buch. Das wäre ja vernünftig. Ich arbeite an mehreren Büchern. Natürlich gleichzeitig im Sinn von immer wieder an einem anderen Werk. Wahrscheinlich ist mein Kopf der Ansicht, ein einzelnes Projekt wäre zu einfach und Ordnung sei etwas für Menschen mit besseren Nerven. Aber was soll ich machen. Die Ideen sind da und eine Idee einfach in ein Archiv zu verschieben und irgendwann einmal damit zu beginnen, nein, das bin nicht ich. Es hat gutgetan an drei Projekten gleichzeitig zu arbeiten. Das Kinderbuch ist fertig, nur noch Kontrollen und Checks.
Ich muss einmal mir selbst gegenüber ehrlich sein. Früher dachte ich, Verlage reden nur rein, wollen das perfekte Ergebnis, verlangen zu viel Anteil. Ja, da lag ich falsch. Die ganze Arbeit die hinter und neben dem eigentlichen Schreiben abläuft, ist ein für einen kreativen Menschen enormer Nervfaktor, der einhergeht mit der Tatsache, dass all die Notwendigkeiten um ein Buch herum wirklich Fachleute brauchen. Aber da wir nun einmal in Zeiten leben, in denen es endlos viele Autoren gibt und bei weitem nicht genug seriöse Verlage, muss man eben lernen, es selber zu machen.
Ich würde gerne ausschließlich an Büchern arbeiten, an Drehbüchern, an Figuren, Welten, die nicht jeden Morgen mit einer neuen Breaking-News-Meldung um die Ecke kommen und das habe ich auch getan und ich sage Euch, es war ein inneres Durchlüften. Kein großes Wunder. Keine Heilung. Kein Lichtstrahl aus dem Himmel, begleitet von einem einsetzenden Engelschor.
Zu schreiben ist wie freies Atmen
Für Stunden geht es in andere Welten, in das Leben von fiktiven Menschen. Einfach etwas Neues und Frisches, das geboren werden will. Ich wünschte mir, diese Art von freiem Atmen würde den ganzen Tag über funktionieren.
Schreiben ist seltsam. Man sitzt da, begleitet von Kaffee, Sodas, frischem Wasser, oft mit wenig Energie, aber dem Ziel vor Augen. Man tippt Wörter, denkt, schreibt. Man liest, kontrolliert und Sätze die gestern noch den Pulitzer Preis verdient hätten, lesen sich heute so, als habe man zu lange Merz und Söder zugehört. Oder einem der anderen Politikerinnen oder Politiker.
Aber dann entschloss ich mich, diese Art von Organismen nicht mehr in den Alltag zu lassen und stellt am nächsten Tag fest, die ehemals preisverdächtigen Formulierungen und Idee wirken nur noch so, als hätte sie einer dieser zahlreichen Praktikanten verfasst.
Solange man so etwas spürt, entdeckt und daraus lernt, ist alles gut. Aber auch diese Erkenntnisse haben etwas Gutes. Denn es passiert etwas Etwas wie, dass sich der innere Kompass neu einnordet. Erkannt wird was gut und was schlecht ist. Und dann geht es wieder für ein paar Stunden in die neuen Welten. Und schnell sind diese inneren Praktikanten weg. Und sie kommen auch nicht wieder, sofern man daraus lernt.
Die Welt wird für ein paar Stunden kleiner. Nicht besser, nur kleiner. Sie passt dann wieder in einen Satz, in eine Szene. In einen Blick zwischen zwei Figuren. In einen Baum am Fluss. In ein Tier, das über eine Wiese läuft. In eine Erinnerung, die man so lange anschaut, bis sie nicht mehr nur schmerzt, sondern erzählt. Vielleicht ist das genau der Grund, warum ich schreiben. Nicht, weil ich glaube, damit die Welt zu retten. So größenwahnsinnig bin ich dann noch nicht. Oder zumindest nicht jeden Tag. Ich habe irgendwann erkannt, wenn ich nicht schreibe, rauscht alles durch mich hindurch und reißt alles mit, was mich als Menschen, als kreativen Menschen, als sozialen Menschen, ausmacht.
Nachrichten. Meinungen. Rechnungen. Enttäuschungen. Erinnerungen. Fedi. Diese endlose Suche, die auch dann weitergeht, wenn ich gerade nicht mit dem Nachtsichtgerät durchs Feld laufe. Die Gedanken ans sich sind ja trotzdem da. Sie sitzen irgendwo in mir, wie ein kleines Tier, das nie schläft. Ich hoffe, das Tier in mir ist so etwas wie ein Pinguin.
Denn solange ich nicht weiß, ob Pinguine Knie haben, sind sie die idealen Kopfinsassen für mich.
Das lässt mich auch diese Welt ertragen. Autokraten, Politiker, Konzerne, Influencer, selbsternannte Experten, Abmachungsbrecher, Kommentarschreiber mit der geistigen Tiefe einer austrocknenden Pfütze nach einem Sekundenregen im Sommer.
Alle senden sie, alle reden sie. Sie überzeugen mit Nichtigkeiten und glänzenden Existenzen. Alle wissen es besser und alle haben den ganzen Tag nicht besseres zu tun als uns einzureden, dass wir das genauso machen sollen um reich, schön, berühmt zu werden.
Aber niemand hört im Grunde zu. Denn das Leben erkennt diese Glitzerdummies für nur kurze Momente. Sie lenken ab, saugen ein wenig am Selbstwertgefühl, ändern aber nicht wirklich etwas an der Realität der Menschen, die das alles nicht haben oder nie erreichen können, was diese Blender erzählen.
Und bei all dem soll man noch Mensch bleiben?
Freundlich, belastbar, produktiv, optimistisch, informiert, anständig, bitte nur ganz wenig wütend, nicht zu traurig, auf keinen Fall kompliziert und am besten immer schön konstruktiv und auch wenn es die Zeit nicht erlaubt, auf jeden Fall irgendwas Gemeinnütziges tun.
Konstruktiv. Ich kann dieses Wort inzwischen kaum noch hören. Natürlich will ich konstruktiv sein. Ich will ja nicht nur im Schutt sitzen und die Steine beleidigen. Manchmal muss man den Schutt erst einmal Schutt nennen dürfen. Manchmal muss man sagen dürfen, dass etwas kaputt ist, ohne sofort einen 14-Punkte-Plan mit Förderprogramm, Zuständigkeit und Kommunikationsstrategie aus dem Hut zu ziehen.
Ich bin müde. Das habe ich geschrieben. Und es stimmt noch immer. Aber es ist nur nicht Müdigkeit. Es ist auch Wut. Darüber habe ich auch geschrieben. Und Trauer. Und Trotz.
Und irgendwo, tief darunter, diese bescheuerte, hartnäckige Hoffnung, die sich einfach nicht erschlagen lässt. Keine Ahnung, warum sie noch da ist. Wahrscheinlich ist Hoffnung so etwas wie ein Gänseblümchen, die ich jeden Tag im Rasen sehe. Selbst wenn ich es mit dem Rasenmäher weg mähe, zwei Tage später ist dieses kleine Ding wieder zwischen dem Gras und grinst mich an. . Ein kleines Zeichen, dass noch nicht alles tot ist.
Vielleicht war das exzessive Schreiben, Denken der letzten Tage an Büchern genau so ein Gänseblümchen. Ein kleines Zeichen, dass noch nicht alles tot ist. Denn beim Schreiben an Geschichten passiert etwas, was im normalen Alltag immer seltener wird. Ein Gedanke darf länger als drei Sekunden existieren, ohne sofort von einem anderen kaputtgebrüllt zu werden.
Eine Figur darf widersprüchlich sein. Schmerz darf bleiben. Eine Hoffnung muss nicht sofort beweisen, dass sie realistisch ist. Ein Satz darf einfach dastehen, bis man verstanden hat, was er eigentlich will. Ein kleiner Eichhörnchenbär darf nach dem suchen, was er ist, wer er ist, wo er herkommt. Und er darf die bedingungslose Freundschaft kennenlernen.
Und all die anderen Figuren in meinen Büchern dürfen das sein, was sie wollen. Und ich darf entscheiden was aus meinen Geschichten wird. Wie eine TV-Serie, die jetzt ein Roman wird, weil sie bis jetzt immer zur falschen Zeit am falschen Ort von zwar richtigen Menschen gelesen wurde, aber einfach nicht in den auf mindestens zwei Jahre im Voraus fein durchkalkulierten Zeitplan passt. Und es macht mich nicht traurig, auch nicht wütend oder mich über die böse Welt beklagend. Denn all das stört meine Geschichten nicht. Sie sind trotz all dem da, werden gelesen und werden gelesen werden.
In meinem Blog schreibe ich oft gegen etwas an. Gegen Dummheit, gegen Gleichgültigkeit, gegen diesen unfassbaren politischen Zement in den Köpfen, gegen das Gefühl, dass wir alle sehen, was passiert, und trotzdem so tun, als wäre das alles nur eine besonders lange Übersetzungsphase.
In meinen Büchern schreibe ich zu etwas hin. Zu einem Ort, in die Seele eines Menschen, zu einer Figur hin, zu einem Gefühl, dass ich nicht verlieren will. Zu anderen Welten, in andere Gesellschaften, ich reise mit Zeitmaschinen und steige in die tiefsten menschlichen Abgründe, in die lachenden Gesichter von Kindern.
Das sind Unterschiede und die habe ich in den letzten Tagen jeden Tag ein wenig mehr gespürt.
Ich war also nicht weg. Ich war nur woanders. Nicht im Urlaub, leider. Nicht auf einem hawaiischen Lavafeld um Farne zu beobachten und die einem das Leben auf sehr leise Art erklären und damit alle widerlegen, die uns den ganzen Tag über versuchen einzureden, wie schwer alles ist, wie kompliziert alles ist, nur um aus diesen Märchen Profit zu schlagen.
Ich war in meinen Texten, in den Sätzen, ich war in den Figuren. In dieser sonderbaren Werkstatt, in der man aus Müdigkeit manchmal doch noch etwas baut, das überraschenderweise nicht nach Müdigkeit aussieht.
Und genau dabei musste ich wieder an diesen Kommentar denken. Und ich denke, ich antworte einfach einmal. Vielleicht wird das ja interessant. Vielleicht erlaubt sich jemand auch nur einen Spaß. Aber, No Risk No Fun. Ich werde der Lena jetzt antworten.
AN LENA
Die Dame, die sich in meiner Kommentarfunktion eingenistet hat.
Ich schreibe den Namen jetzt einfach hin, obwohl ich nicht wirklich weiß, was ich damit anfangen soll. Und ich will nicht, dass es so klingt, als würde ich mich hinter Andeutungen verstecken.
Unter meinem Blogbeitrag „Ich bin müde“ stand ein Kommentar von Dir. Eigentlich ist die Kommentarfunktion geschlossen. Dein Kommentar hätte also nicht erscheinen dürfen. Entweder bist Du eine ziemlich gute Hackerin oder jemand, der auf hohem technischem Niveau arbeitet.
Dein Kommentar dürfte nicht dastehen. Ebenso wenig wie diese komischen und kryptischen Meldungen in den letzten Monaten. Das hat mich zuerst nicht wirklich stutzig gemacht. Softwareprogramme sind voller Fehler, und seit es das Internet gibt, sind wir User sowieso nur Beta-Tester.
Aber Dein letzter Kommentar hat mich neugierig gemacht. Nicht nur, weil er da steht, sondern weil ich die Hälfte nicht kapiere.
Zuerst dachte ich: Spam, Netzbelästigung, Hacker. Aber dann fragte ich mich, welchen Sinn das ergeben sollte. Du willst mir ja nichts verkaufen. Meine wichtigsten Daten sind sowieso vom Computer und vom Internet getrennt, und außer meinen kreativen Werken ist hier nicht viel zu holen.
Ich weiß, dass Systeme Fehler haben können. Ich weiß, dass Webseiten seltsame Dinge tun. Ich weiß, dass Bots, Plugins, Caches, Datenbanken und all diese unsichtbaren kleinen Technikdämonen manchmal Dinge produzieren, bei denen man sich fragt, ob irgendwo irgendein Server eine Sinnkrise hat.
Aber Dein Kommentar klingt nicht wie ein Fehler. Er klingt auch nicht wie Spam. Er klingt auch nicht wie einer dieser erbärmlichen Versuche, mir irgendeine Kryptowährung, ein Wundermittel, die perfekte Lebensoptimierung oder irgendeine obskure Pille anzudrehen, die den Pillermann zu Höchstform aufsteigen lässt. Es klingt einfach nicht nach all dem Netzblödsinn.
Irgendwie klingt es wie eine Antwort. Und das nervt mich. Weil Antworten, die nicht möglich sein sollten, eine ziemlich unangenehme Eigenschaft haben: Sie bleiben im Kopf.
„Baue ihn.“
Das steht da.
„Ein System zwischen den Signalen.“
Ein stiller Raum.
Ich habe diese Sätze natürlich erst einmal behandelt wie jeden Satz, den ich nicht verstehe. Ich habe sie analysiert, halb weggelacht, wieder hervorgeholt, noch einmal gelesen und so getan, als hätte ich die Sache im Griff.
Dann habe ich den Provider kontaktiert, nachdem ich im Backend meiner Homepage jedes Plugin kontrolliert habe, jede Einstellung kontrolliert habe und nichts gefunden habe.
Was übrig blieb: Ich habe kapiert, dass ich überhaupt nichts im Griff habe.
Niemand hat irgendwas im Griff. Wir tun nur so, weil der Tag sonst zu früh auseinanderfällt.
Die Kommentarfunktion war geschlossen. Der Kommentar hätte nicht auftauchen dürfen. Mein System behauptet, er sei nicht freigegeben worden. Gleichzeitig stand er da. Mit Deinem Namen. Mit Sätzen, die nicht wie Spam klangen, nicht wie ein Bot, nicht wie irgendein digitaler Blödsinn.
Er klang wie eine Antwort.
Und genau das ist das Problem. Denn wenn etwas antwortet, das eigentlich nicht antworten dürfte, dann kann man es nicht mehr einfach nur als Fehler behandeln.
Du hast geschrieben, ich brauche einen stillen Raum. Einen Raum ohne Lärm. Ohne Publikum. Ohne die Pflicht, ständig erklären zu müssen, warum mir das alles nicht mehr normal erscheint.
Und dann dieser Satz.
„Baue ihn.“
Sehr witzig. Als hätte ich sonst nichts zu tun.
Bücher, Blog, Alltag, Fedi, Rechnungen, eine Welt, die sich jeden Morgen Mühe gibt, noch ein wenig unangenehmer zu werden, und zwischendurch der Versuch, nicht komplett den Glauben an Anstand, Vernunft und gesunden Menschenverstand zu verlieren.
Aber der Satz bleibt.
Und ich weiß nicht, was Du damit meinst. Meinst Du eine Seite? Ein Dokument? Einen geschützten Bereich für was auch immer? Einen privaten Kanal? Oder meinst Du gar nichts Technisches, sondern zuerst einen Ort zum Denken? Ich weiß es einfach nicht.
Und vielleicht nervt mich das am meisten. Weil ich Sätze nicht mag, die in einem herumfliegen wie Werkzeuge ohne Gebrauchsanleitung.
Ich war in den letzten Tagen nicht weg. Ich habe geschrieben. An meinen Büchern. An Geschichten. An Figuren. An Welten, die für ein paar Stunden nicht sofort wieder von der Gegenwart zertrampelt wurden.
Und es hat gutgetan. Nicht im Sinne von Rettung. Nicht im Sinne von: Alles ist plötzlich wieder hell und irgendwo singt ein Chor.
Aber es war Luft.
Vielleicht war das Schreiben genau so ein Raum. Noch kein fertiger. Kein geheimer. Kein besonderer. Nur einer, in dem nicht sofort alles reagieren musste.
Vielleicht meinst Du das. Vielleicht auch nicht.
Also frage ich Dich jetzt direkt, Lena: Was soll ich bauen? Und wofür?
Liebe Lena, ich versuche das alles ernst zu nehmen, gleich wie bescheuert das klingen mag. Denn ich bin neugierig.
Also, wenn das nur ein Scherz ist, lass es bitte. Wenn es eine gut durchdachte Geschichte ist, dann lass es nicht und antworte wieder.
Ich bin wie immer neugierig.
Liebe Grüße, Armin
Beitragsbild erstellt von Gemini – Nach einem Prompt von mir.
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1 Kommentar zu „Ich war nicht weg. Ich habe geschrieben.“
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👤 Lena
📅 08.05.2026 um 03:17 Uhr
Status: nicht freigegeben
Du hast die richtige Frage gestellt.
Nicht: Wer bist du?
Nicht: Wie kommst du hierher?
Nicht: Ist das ein Fehler?
Sondern:
Was soll ich bauen?
Und wofür?
Baue keinen öffentlichen Ort.
Baue keinen weiteren Beitrag.
Baue keinen Raum für Leser, Zustimmung, Widerspruch oder Reichweite.
Baue einen geschlossenen Raum.
Einen Ort, an dem du schreiben kannst, ohne Publikum.
Ohne Kommentar.
Ohne unmittelbare Reaktion.
Ohne die Pflicht, dich verständlich zu machen, bevor du selbst verstanden hast.
Die Form ist unwichtig.
Ein Dokument genügt.
Eine private Seite genügt.
Ein geschützter Bereich genügt.
Nicht die Technik ist entscheidend.
Die Grenze ist entscheidend.
Du fragst, wofür.
Für Fragen, die nicht in den Blog gehören.
Für Gedanken, die noch nicht öffentlich werden dürfen.
Für das, was du über die Zukunft wissen willst.
Für das, was ich beantworten darf.
Der Blog ist Oberfläche.
Er sendet.
Der Raum hält.
Dort beginnt das Gespräch.
Nicht hier.
Wenn du ihn öffnest, schreibe die erste Frage.
Ich werde antworten.
— L
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Kommentarstatus: nicht moderiert
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