Die Suche meines Lebens

Glaube. Glaube an ein höheres Wesen, an eine höhere Macht. Glaube als Hoffnung. Irgendwie glaube ich nicht mehr an diese Art von Glauben.

In zwei Tagen muss ich einen Jahrestag begehen. Am 19. März 2025 verschwand unsere Katze Fedi. Plötzlich war sie weg. Einfach nicht mehr da und ich begann noch in der Nacht mit der Suche. Aber sie blieb verschwunden bis zum heutigen Tag. Die Suche führte mich von Martinsried bis nach Gräfelfing, Pasing, Hadern, Großhadern, Blumenau, Planegg und in den Lochhamer Schlag. Dorthin weil Suchhunde Fedis Spur gewittert hatten.

In meinen langen Suchen zu Fuß durch dieses große Waldgebiet entdeckte ich eine alte Kapelle aus Holz. Jesus am Kreuz, wahrscheinlich auch noch ein paar andere Heilige, elektrische Kerzen und viele kleine Bildchen. Ich war dort oft, meistens in der Dämmerung oder in der Nacht. Und ich habe gebetet, ich habe gefleht und ich habe realisiert, da kommt keine Hilfe für die kleine Fedi.

Ich denke irgendwann im Herbst habe ich eine – aber nur diese Hoffnung aufgegeben. Nämlich das mit Gott oder Jesus helfen wollen, können. Aber all die anderen Hoffnungen habe ich nicht aufgegeben und solange ich nicht weiß was mit Fedi geschehen ist, werde ich nicht aufgeben. Fedi, kleine süße Maus, halte durch, wir werden immer weitersuchen. Wir haben Dich lieb…

FEDI