Datenschutz – Sinnig oder Unsinnig oder was dazwischen?

In der modernen und digitalen Welt sind Daten eine enorm wertvolle Ressource geworden. Die Unternehmen nutzen sie um uns noch mehr mit dem ganzen Marketingmüll zuzuschütten und die Werbung immer öfter zu einer terroristischen Bedrohung der Privatsphäre zu machen. Ganze Datenströme werden über uns erstellt, unsere Gewohnheiten, unsere Wege, was wir kaufen und im Netz konsumieren. Und natürlich zum Schutz der Privatsphäre.

Was für ein schlechter Witz. Privatsphäre bedeutet, ich will in meinen vier Wänden nicht dauernd belästigt werden. Ich will meine Ruhe haben. 

Irgendwann wurde dann der Datenschutz zum Thema. In vielen Bereichen sehr sinnvoll, in immer mehr Bereichen nur noch nutzlos. Ich bin der Ansicht, wenn ich im Netz surfe, dann ist das meine Privatsache aber genau in diesem Bereich ziehen mir die Bots und Algorithmen die Haut vom Fleisch.

Die Firmen und Datenkraken erfahren alles von mir, wie ich lebe, was ich gerne esse, wo ich mich vorzugsweise aufhalte, meine Gewohnheiten, gute wie schlechte, die Datensauger wissen um meine Gesundheit, meine Kontakte oder auch wie ich die Welt sehe. All das und noch viel mehr ist gläsern, ich bin gläsern, wir alle sind es.

Der Datenschutz ist wichtig. Wenigstens auf dem Papier. Und ich habe den Eindruck, er gilt nicht für Tech-Konzerne. Und das nervt. Der eigentliche Sinn des Datenschutzes liegt im Schutz der Privatsphäre. Wir sollen geschützt werden, vor allem das Private. Was ich in manchen Bereichen als sehr wichtig empfinde. Denn der aktuelle Datenschutz hat auch seine positiven Seiten.

Er schützt meine Gesundheitsdaten vor Missbrauch. Sensible Informationen wie politische Überzeugungen oder die finanzielle Lage. Versicherungen, Arbeitgeber, Behörden könnten, wenn unkontrolliert, Nachteile aus diesen Daten ableiten. Hier schafft der Datenschutz eine Barriere und ich bin überzeugt, dass nervt die Angesprochenen jeden Tag.

Zwischen Privatsphäre, Bürokratie und Datenhunger.

Wo also wird der Datenschutz sich hin entwickeln? Wird er weiterhin das bisschen unserer Privatsphäre schützen? Wird er vielleicht noch angepasst werden müssen um zum Beispiel Innovationen leichter möglich zu machen, überhaupt möglich zu machen?

Der Datenschutz sorgt für eine enorme Bürokratie, die gerade jungen Unternehmen oder auch kleinen Unternehmen massive Schwierigkeiten bereitet. Was ist mit den Unternehmen deren Geschäftsmodell auf enormen Datenmengen basiert? Wie in der medizinischen Forschung oder der Entwicklung der Künstlichen Intelligenz.

Im Grunde ist der Datenschutz weder sinnvoll noch unsinnig. Er ist notwendig um in einer zunehmenden digitalen Gesellschaft einen Schutzwall für das Private zu garantieren. Er übertreibt manchmal und manchmal schützt er uns.

Ich denke, es ist eine enorme Herausforderung der Datenschutz so zu gestalten, sodass er auf der einen Seite einen wirklichen Schutz der Privatsphäre ermöglicht und auf der anderen Seite nicht bremst. Daten sind eine Macht und werden in der Zukunft noch mehr an Macht und Einfluss gewinnen.

Der Datenschutz muss angepasst und je nach Themenbereiche aktualisiert werden. Er ist wichtig für die Menschen, andere stört er. Und im Grunde ist das Problem viel tiefgreifender. Und ob die Interessen ohne massive Kollisionen auskommen werden, das bezweifle ich bei der globalen Gier.

Ich sitze hier und schreibe über den Datenschutz. Und gleichzeitig weiß ich – alles was ich schreibe, auch das was ich nie veröffentliche, existiert irgendwo auf einem Server. Nichts verschwindet wirklich. Möglicherweise ist das gut. Vielleicht aber auch erschreckend.

Vielleicht brauchen wir doch so etwas wie „einen „Guten Diktator.“

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