Seit zwei Tagen steigen die Energiepreise in schmerzvollen neuen Höhen. Für viele sicherlich existenzbedrohend, wenn das länger anhält. Für die meisten wird es bedeuten, die Gürtel enger zu schnallen. Und offensichtlich scheint Eines, die Kriegsgewinnler-Mentalität ist eine nicht zu stoppende Seuche.
Putin der vorhat, Gas- und Ölexporte in die EU sofort zu stoppen, die Mineralölkonzerne, die den Diesel auf über 2 Euro schießen. Auch unsere Energieversorger gehören zu dieser wirtschaftlichen Form von Parasiten. Bestimmte Aktienkurse steigen und vor Allem wir in Europa leiden. Und in Europa vor Allem die Bürger Deutschlands. Weil dieser Staat durch unzählige Abgaben und Steuern auf Energieprodukte die Preise absichtlich in die Höhe treibt.
Verdammt, ich weiß nicht einmal ob ich Recht habe. Aber es fühlt sich so an, als sind die alten Zeiten des Raubrittertums wieder da. Manchmal frage ich mich, wieso ich nicht so denke? Wieso bin ich unfähig einmal nicht fair zu sein? Ich glaube dabei nicht einmal an Karma, mein Glaube an Gott und Heilige ist auch fast nicht mehr vorhanden.
Das Streben nach einem ehrlichen Dasein, nach der Wahrheit, anständig zu leben ist doch im Grunde nur der Wunsch, ein gutes Leben zu führen. Aber es scheint immer mehr falsch zu sein. Denn es bringt irgendwie nicht wirklich viel. Die Zeiten sind ziemlich frustrierend. Wie sollen wir nur damit umgehen?
Kriege, Krisen und KI: Leben wir wieder am Rand eines großen Systemsturzes?
- Russisch-Ukrainischer Krieg
- Israel-Hamas-Krieg
- Iran-Israel-USA Krieg
- Sudanesischer Bürgerkrieg
- Konflikte im Süd Sudan
- Myanmar Bürgerkrieg
- Jemenitischer Bürgerkrieg
- Konflikt im Ostkongo
- Äthiopischer Bürgerkrieg
- Bürgerkrieg in der Zentralafrikanischen Republik
- Somalischer Bürgerkrieg
- Der Sahel Konflikt gegen islamistische Gruppen
- Syrischer Bürgerkrieg
- Konflikt mit der PKK und Kurdischen Milizen
- Grenzkonflikt Israel-Hisbollah
- Konflikte in Afghanistan
- Kaschmir Konflikt zwischen Indien und Pakistan
- Konflikte mit islamistischen Gruppen auf Mindanao
- Separatistenkonflikt im Süden von Thailand
- Kolumbien, Regierung gegen Guerilla- und Kartell
- Mexico, Krieg der Kartelle gegen den Staat
- Spannungen zwischen Armenien und Aserbaidschan
- Der schwebende Konflikt zwischen China und Taiwan
- Anglophone Krise in Kamerun
- Mosambik gegen Islamisten
- Bandenkriege auf Haiti
Und die kleinen Konflikte, die im Zeitalter der großen Konflikte nicht den Weg in die Medien finden. Wir leben nach einer relativ langen Phase des Friedens wieder in einer Zeit mir mehr Konflikten.
Es scheint so, als leben wir wieder in einer Phase der Großmachtkonkurrenz ähnlich wie in den Jahren vor dem 1. Weltkrieg. Dazu kommen viele regionale Auseinandersetzungen die teilweise miteinander vernetzt sind. Die wirklich klugen Menschen erkennen folgendes: Mehr Blockbildungen, internationale Kooperationen werden weniger, der UN-Sicherheitsrat ist im Grunde ein Tiger ohne Krallen und ohne Zähne.
Der zunehmende Nationalismus in vielen Ländern, dazu autoritäre Politik und eine oft schwächer werdende Demokratie und steigender Populismus. Fakten werden immer öfter weggewischt.
Dazu der Klimawandel, Ressourcen werden knapp, die wirtschaftlichen Ungleichheiten nehmen zu. Die Menschheit scheint unfähig geworden zu sein, ein gemeinsames Miteinander von Zufriedenheit und humanen Werten anzustreben.
Wir haben wunderbare Technologien entwickelt. Das Internet ist für mich immer eines gewesen. Der Ort des Wissens. Mir ist natürlich klar, alles was gut ist kann auch für Schlechtes verwendet werden. So ist der Mensch nun einmal. Und das wird auch mit der KI sich nicht ändern. Sicher, die KI wird richtig angewendet ein Segen für die Menschen sein. Gleichzeitig aber auch ein Fluch. Das wird mir immer klarer. Ich prophezeie schwere Zeiten auf der einen Seite und unendliche Möglichkeiten auf der anderen Seite.
Wenn man sich so die Geschichte ansieht, dann fällt mir eine Theorie ein, von der ich einmal gelesen habe. Gesellschaften durchlaufen ungefähr alle 80-100 Jahre Phasen von großen Systemkrisen. Vielleicht läuft es so ab. Diese Phasen beinhalten vier Generationen. Die erste Generation erlebt den Krieg direkt. Die zweite Generation baut wieder auf, sie stabilisiert eine Ordnung. Die dritte Generation wächst in Stabilität und Sicherheit auf, sie erarbeitet sich einen hohen Wohlstand und die vierte Generation stellt die Ordnung in Frage.
Für mich klingt das irgendwie nach Langeweile.
Sicher ist das keine feste Regel, aber eine bestimmte Form einer Regelmäßigkeit. Seit der Antike gab es regelmäßig Konflikte, Kriege und gesellschaftliche Katastrophen wie die großen Seuchen.
Kurz zusammengefasst beschrieb es Thucydides, einem antiken Historiker. Er schrieb über die Peloponnesischen Kriege folgendes.
„Der Aufstieg Athens und die Angst Spartas machen den Krieg unvermeidlich.“
Seine Theorie dahinter war. Eine aufsteigende Macht fordert die bestehende Ordnung heraus. Dann fürchtet die etablierte Macht den Machtverlust. Schließlich führen Misstrauen, Aufrüstung und Krisen zum Krieg.
Graham Allison, seines Zeichens Politikwissenschaftler untersuchte 16 historische Fälle von Machtverschiebungen. 12 führten zum Krieg, 4 konnten friedlich gelöst werden.
Denker wie Turchin, Kondratiev, Toynbee und Spengler, dazu Howe und Strauss – so verschieden sie auch waren – sie kamen alle zum selben unbequemen Schluss. Geschichte hat einen Rhythmus. Und dieser Rhythmus klingt gerade sehr vertraut.
Kriege entstehen oft nicht aus einer Absicht heraus, sondern aus Angst, Fehlinterpretationen und Eskalation. Selten entstehen Kriege weil sie jemand will. Sie entstehen aus Kombinationen von Angst, Fehlinterpretationen, Machtverschiebungen, politischen Krisen, aus eskalierenden Ereignissen heraus.
Aber ich denke an eine mögliche Alternative um schon in naher Zukunft diese Probleme vielleicht nicht gleich zu lösen, aber Probleme anders analysieren zu lassen. Vielleicht wird die KI schon bald dabei helfen können, Konflikte logisch zu lösen. Mit Ideen, Vorschlägen und für alle annehmbare Kompromisse. Vielleicht wird sie das erste Mal ein Werkzeug sein, das nicht nur Kriege führt, sondern dabei hilft, Konflikte zu lösen und Kriege zu verhindern.
Wäre Optimismus ein Job, ich würde gut damit verdienen.
Gute Nacht, schlaft gut, lasst die Träume zu und vergesst nicht, immer neugierig zu sein.
Beitragsbild erstellt von Gemini

